Japanische Geschichte(n)

Japan isst vegan.

Schweineschnitzel oder gebratenes Hühnerfleisch sind heute Teil der Japanischen Küche. Fisch sowieso. Doch das war einmal ganz anders: Nicht nur Fleisch-, sondern auch Fischkonsum wurde einst in Japan aus ethischen und religiösen Gründen verboten. Im 7. Jahrhundert wurde Japan im Zuge umfassender Reformen vegetarisch, unter Kaiser Temmu wurde der Verzehr von Fleisch untersagt. Sein Nachfolger verfügte im Jahre 721 die Freilassung aller Vögel. Der nächste Thronfolger, Kaiser Seimu, befahl im Jahre 725, dass alte Pferde und Wasserbüffel, die im Ackerbau eingesetzt wurden, nicht mehr getötet werden durften. Die Bevölkerung aß neben Reis, Seetang und Algen, Gemüse und Obst - aber immer noch Fisch und Muscheln.

Das war Mitte des 11. Jahrhunderts dann auch vorbei. Abgedankte Kaiser übernahmen in buddhistischem Gedankengut die Verwaltung des Landes, verboten den Fischfang. Eine vegane Nation war geboren. Vielleicht auch nur, da Japan über viele Jahrhunderte vom Rest der Welt nahezu abgeschnitten war. Missionare, die Japan zu Fleischkonsum bekehren wollten, wurden noch im 18 Jahrhundert des Landes verwiesen. Erst am 31. März 1854 wurde der Vertrag von Kanagawa unterschrieben, ein Handelsabkommen zwischen Japan und den USA. Die vegane Zeit war somit beendet.

Japan ist Kunst.

Seidengewänder, Bildrollen mit Reihern und Pflaumenblüten: Lange vor Manga oder Godzilla entdecken Europas Künstler Japan als Welt entrückter Schönheit. Der sogennante Japonismus (Einfluss der japanischen Kunst auf die Künstler der westlichen Welt), inspirierte Maler wie Claude Monet, Vincent van Gogh und Paul Gauguin zu großer Kunst der Moderne.

Der Japonismus gilt als heiße Modephase der Belle Époque. Seit der Öffnung japanischer Häfen für westliche Kaufleute ab 1854, gelangen auch japanische Holzschnitte, Wandschirme, Rollbilder, Theatermasken, Teeschalen oder Seidengewänder nach Europa.

Vor allem in Paris avanciert japanische Ästhetik zum hippen Trend. Künstler reagieren wie im Fieber und malten und malten. Von Impressionisten wie Monet bis zu Avantgardisten wie Matisse reicht die Reihe jener bedeutneder Maler, die aus der flächigen Arabeskenkunst und fremdartig erscheinenden Farbigkeit japanischer Holzschnitte ganz neue Bilder schaffen.

Der Einfluss japanischer Kunst auf Europas Moderne ist ein wichtiger, Werke wie „Reiter am Strand“ von Paul Gauguin, die wie eine einzige blaue Arabeske aufgetürmte „Große Welle“ von Hokusai und die „Seerosen“-Bilder von Claude Monet sind nur einige der großen Beispiele die aus dem Japonismus in Europa entstanden sind.

Japan ist schön.

Seidenglatte, weiße Porzellanhaut, glänzendes pechschwarzes Haar und ein graziler, jugendlicher Körper - das sind die traditionellen Schönheitsattribute japanischer Frauen bis heute. Die allerschönste Frau Japans während der Taishō-Zeit (大正時代 Zeitraum vom 30. Juli 1912 bis zum 25. Dezember 1926) war Kimuko Hayashi, Azko Iimoris Urgroßmutter. Anders als die meisten Japanerinnen war sie sehr groß. Und auch sehr schlank. Perfekte Statur, um zu einer begnadeten Tänzerin zu werden, die ihre Kunst im privaten Tanzsalon weitergab. Verheiratet war Kimuko mit einem einflussreichen, wohlhabenden und berühmten Politiker, der früh verstarb.

Die Zeit mit Hausmädchen und Bediensteten war von heute auf morgen vorbei, sie war allein mit Kind. Angst hatte Kimuko nicht. Im Gegenteil. Sie ging nach vorne und machte mit ihrem Bekanntheitsgrad -sie war ein Popstar, Filme und Schauspieler gab es zu dieser Zeit noch nicht - ein Business. In Japan gab es keine Kosmetik, außer Puder. Gemeinsam mit einem Pharmazeuten, einem Freund des Hauses, entwickelte sie Beautyartikel, wie Tages- und Nachtcremes. Gutes für die Schönheit. Sehr erfolgreich. Ihr Geschäftspartner, neun Jahre jünger als sie, war neuer Lebenspartner und es wurde zügig geheiratet. Damals ein Skandal. Nicht für Kimuko Hayashi.

Japan ist besonders.

Knapp gehalten.

Japanische Frauen sind stark. Sie haben in der Familie die Finanzhoheit und in Geldfragen ganz klar die Spendierhosen an. So sind sie es gewöhnt, über das komplette Einkommen ihres Mannes frei zu verfügen. Sie kontrollieren und überwachen die Konten. Für den hart arbeitenden Göttergatten gibt es allerdings regelmäßig Taschengeld. Ein kleiner Teil japanischer Kultur mit großem Streitpotenzial, wenn der Ehepartner zum Beispiel aus Europa ist.

Stilles Örtchen.

In Japan gibt es Kloschlappen aus Plastik- garantiert fünf Nummern zu klein für den großfüßigen „Gaijin“, wie Japaner Ausländer oft bezeichnen. Sie liegen diskret an der Schwelle zur Toilette und sind ausschließlich dem Gebrauch auf dem stillen Örtchen vorbehalten. Des Westlers klassischer Fehltritt: Er schlürft in den Kloschuhen zurück ins Wohnzimmer. Während alle angewidert den Atem anhalten, macht es sich der ahnungslose Gast wieder am Esstisch bequem. Auf die Einheimischen wirkt es, als hätte er die Klobrille mitgebracht.

Schön kalt.

Schönheit und Styling haben für japanischen Mädchen höchste Priorität – egal wie unbequem. Selbst im bittersten Hokkaido-Winter bei Temperaturen weit unter null gehört der kurze Rock zur Schuluniform – Strumpfhosen sind aus Gründen der Coolness aber tabu. Kein Wunder, dass Japan nicht nur den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Antibiotika hat, sondern auch die wärmsten Heizungen in Bus und U-Bahn.

Schlafen lassen.

Es kann vorkommen, dass Japanische Vorgesetzte mitten in einer Konferenz entspannt die Augen schließen oder sogar einschlafen. Dies ist keine Beleidigung an die weiteren Teilnehmer. Sondern ein Akt des sich Wohlfühlens: „Mein Team hat mein ganzes Vertrauen und meine Anwesenheit ist eine Respektsbekundung, selbst wenn ich die Augen schließe, mich im Tiefschlaf befinde oder ganz entspannt vor mich hindöse.“

Wenig Platz.

Der Begriff „Rushhour“ bekommt in Japan eine ganz neue Dimension. Zu Stoßzeiten gibt es hier ein ganz eigenes Berufsbild. Professionelle „Drücker“ quetschen Passagiere, die noch mit einem Bein vor der U-Bahn stehen, in die prallvollen Abteile hinein. Glück hat, wer die letzte Bahn noch erwischt. Wer dagegen im Büro aufgehalten wurde und diese verpasst hat, verbringt die Nacht beispielsweise im Capsule Hotel: Die winzigen Schlafröhren mit weniger als fünf Quadratmetern lassen gerade Platz für einen Schläfer und einen Fernseher.

 Japans Baumeister.

In den Sechzigern hauchten junge Architekten der Baukunst neues Leben ein. Gefeiert wie Popstars, nahmen sich die „Metabolisten“ die Natur zum Vorbild. Wie der Stoffwechsel sich den Bedürfnissen eines Organismus anpasst, sollten ihre Bauten, sich den Anforderungen der Gemeinschaft, die in ihnen lebt, anpassen.

 Makibas Kunst.

Diesen Sinn für Ästhetik hat Makiba aus Japan mitgebracht. Sie richtet ein und werkelt. Ihre Fingerfertigkeit ist enorm. Ähnlich der Welt einer Modelleisenbahn, baut sie zauberhafte Miniatur Ständchen, die sie im IIMORI Haus verteilt.

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